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In der Ostsee Zeitung v. 20.03.18, nachgedruckt in der BauernZeitung Nr. 13 /2018 schimpfte Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Backhaus über den Ausverkauf des Bodens an Großinvestoren und kanzelte die Verkäufer mit „Manchester-Kapitalismus in Reinkultur“ ab. Dabei bezog er sich u.a. auf Zahlen des Thünen-Instituts – aber übersah bewußt oder fahrlässig, daß die Thünen-Zahlen überhaupt nicht repräsentativ sind und die Studie erhebliche Mängel hat.
Diese und andere Vorwürfe des Ministers nahm ich in BauernZeitung Nr. 16/2018 unter Überschrift „Einspruch, Euer Ehren“ zum Anlaß einer Replik, in der besonders auf aktuelle Probleme der Landwirtschaftsstruktur eingegangen wird und auch das Problem von Agrargenossenschaften, die sich mit nicht ausgeschütteten Gewinnen mit Land vollgesogen haben, eingegangen.
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FAZ v. 01.02.16: „Länder wollen Agrarinvestoren ausbremsen“

In diesem Beitrag enttarnt sich Sachsen-Anhalts Minister mit Friesischen Wurzeln, Dr. Onko Aeikens, als ein Nachfolger vergangener Zeiten: Bauernland in Bauernhand. Und er hat Vorstellungen, wie groß Betriebe sein dürfen und in wessen Hand sie zu dein haben. „Da geht auch ein Stück soziales Leben verloren“
Dazu Antworten nach meinen Erfahrungen seit der politischen Wende:

Zitate:
„Da geht auch ein Stück soziales Leben verloren“
Nein, erfolgreiche Betrieb und solche in der Hand ehemaliger Westdeutscher und EU-Ausländer engagieren sich ideell und finanziell stärker für die Region als viele LPG-Rechtsnachfolger in heimsicher Hand.

„Landgrabbing findet nicht nur in Afrika statt, sondern auch bei uns“
Zitat aus Wikipedia: „Land Grabbing (engl.) ist ein Begriff für die (teilweise illegitime oder illegale) Aneignung von Land, insbesondere Agrarfläche oder agrarisch nutzbare Flächen“ Im übrigen ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Land zum besten Wirt geht.

„Das wollen wir nicht, und die Gesellschaft legt zunehmend Wert darauf, daß Landwirtschaft mit Personen identifiziert werden kann“
Auch international tätige Aktiengesellschaften werden mit Vorständen, Führungskräften und Mehrheitsgesellschaftern identifiziert. Und so ist es in der Landwirtschaft auch.

„Die Wertschöpfung und Steuerkraft wandern ab, und der ländliche Raum verödet“
Die Mitarbeiter stammen immer aus der Region. Die Betriebsmittel werden immer in der Re-gion gekauft. Die Waren werden in der Region abgesetzt. Nicht aus der Region stammen in der Regel die finanzierenden Banken. Und die Steuern verbleiben zum Teil nicht in der Region. Und Gewinne werden nur zu einem kleinen Teil ausgeschüttet, sie verbleiben in den Unternehmen für weitere Investitionen und zur Risikovorsorgen gegen staatliche Reglemen-tierungen und und gegen die typischen Ertragsschwankungen. Nur ein stabiles Unternehmen bietet stabile Arbeitsplätze.

„Die Eigentumsstruktur hinter vielen Betrieben ist völlig undurchsichtig …. entzieht sich der verwaltungsmäßigen Kontrolle“
Was geht die Eigentumsstruktur den Herrn Minister an? Er kann sich beim Handelsregister schlau machen. Vielleicht meint er auch den Sonderfall KTG-Gruppe. Immerhin könnte es sein, daß der KTG Agrar-CEO Siegfried Hofreiter mit dem grünen Politiker Anton Hofreiter verwandt ist.

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